ELBPHILHARMONIE

Resümee eines Bauprojektes - Prestigepalast auf Kosten des Steuerzahlers

 

 

Geplante Kosten 186 Mio € - geplanter Anteil des Steuerzahlers 77 Mio €.

Tatsächl. Kosten 866 Mio € - tatsächlicher Anteil des Steuerzahlers 789 Mio €.

Es besteht der Vorwurf, dass die Kosten aus politischem Kalkül im Vorfeld bewußt niedrig angegeben wurden, damit der Bürger zustimmt. Bei Projektvergabe wurde kein Festpreis vereinbart, was horrende Nachforderungen der Baufirma Hochtief AG ermöglichte. Für den Konzertsaal gab es überhaupt kein Kostenlimit, hier galt: es solle das Beste sein, was die Akustik hergibt! Was war die Folge aus all dem? 10 Jahre Bauzeit durch mehrfache Verschiebung des Fertigstellungstermins und Kostenexplosion.

Es galt das Motto: "Fertigstellung um jeden Preis, koste es was es wolle!“, denn der Steuerzahler zahlt ja.

Alles sollte vom Feinsten sein. Es gibt Luxuswohnungen und ein Luxushotel. Für Normalbürger steht netterweise eine Besucherebene zwischen Backsteinbau und Glaskomplex zur Verfügung. 

Ole von Beust (CDU) war 2005 erster Bürgermeister von Hamburg und zu Beginn des Projektes der Hauptentscheider.

Ein unabhängiges Controlling gab es nicht! Die Baustelle wurde von Leuten ohne jegliche Fachkenntnisse im Bau-/Architekturwesen übernommen: z.B. 2 Bürgermeistern, dem zukünftigen Intendant und 2 Kultursenatorinnnen.

Musste irgendjemand dieser Leute „haften“ für dieses Debakel? NEIN!

Bei der Eröffnung standen alle da, grinsten in die Kameras und fanden sich ganz großartig.

Der jetzige Bürgermeister Scholz sprach „von einem Gebäude, dass Hoffnungen und Sehnsüchte wecke." Ich frage mich: Wie kann ein Gebäude solche Gefühle auslösen?

Oh doch ich weiß: Es macht Hoffnung, daß der Berliner Flughafen auch irgendwann einmal fertiggestellt wird! Denn Kosten spielen keine Rolle, der Steuerzahler zahlt ja!

Daniele Ludewig

 

 

 

Über Belle Sophie

Auf Belle Sophie geht es um Ästhetik.
Sie umgibt uns und begegnet uns jeden Tag in verschiedenster Form. Nicht immer ist das Empfinden für Ästhetik dasselbe. Meinungen gibt es unzählige. Auf Belle Sophie wird eine dieser Meinungen vermittelt.

Aus Liebe zum "ß", weil es einfacher schöner aussieht, taucht es in den Texten ab Oktober 2018 wieder auf. 


Kontakt

Daniele Ludewig
Helena von Rehberg
contact@bellesophie.com
Postadresse auf Anfrage.


Kontakt aufnehmen.

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben.
Ok