19. März 2017

Kunst im Kino

 

 

Alle Liebhaber der Kunst müssen jetzt nicht mehr in die weitentfernten Museen fahren, um herausragende Gemälde zu sehen, sondern können diese bequem im Kino genießen. Die dokumentarische Filmreihe „Exhibition on Screen“ bietet jeden Monat eine andere Ausstellung an, die filmisch für die große Leinwand zusammengestellt wurde. 

 

Der Zuschauer kommt in den Genuß „einer einzigartigen Dokumentation und einer tiefgehenden Analyse des jeweiligen Künstlers und seiner Schaffensperiode. Mit faszinierenden Enthüllungen über sein Leben und die Hintergrundgeschichten zu seinen Arbeiten ist dieser filmische Ausflug eine Entdeckungsreise über das kreative Genie, die man nicht verpassen darf.“                               (Textquelle: exhibitiononscreen.com)

 

Wer war Hieronymus Bosch?

Geboren um (nicht genau datiert) 1450 und gestorben 1516, war ein niederländischer Maler der Renaissance. Er schuf bedeutende religiöse Bilder mit grotesken Figuren und spukhaften Wesen, mit oft rätselhafter Bedeutung. Seine Bilder sind voller Anspielungen. Er zeigt Allegorien (Sinnbilder, Gleichnisse) für Versuchungen, Todsünden und Höllenstrafen, wie beispielsweise kleine Figuren, die Höllenqualen erleiden oder in den Gärten der Lüste wandeln. Leider hinterließ er keine schriftlichen Aufzeichnungen zu seinen Bildern und so versuchte man, die Symbolik mit Hilfe der zeitgenössischen Literatur zu deuten. Allerdings sind bis heute manche Bilder immer noch rätselhaft.

Vor allem in der religiösen Malerei, aber auch in der aristokratischen Portraitmalerei, spielten die Abbildungen von Symbolen eine wichtige Rolle. Tiere, Gegenstände und auch Farben wurden verwendet, um dem Bild, und den darauf abgebildeten Personen, eine Aussage zu geben. So ist zum Beispiel der Bär ein Symbol für die Todsünde „Zorn“ und der Dudelsack eine Anspielung auf die Todsünde „Wollust“. Bosch verwendete besonders gern exotische Tiere von anderen Kontinenten, sowie Fabelwesen und entwickelte daraus furchterregende Kreaturen, um so das Böse im Menschen sichtbar zu machen.

Seine Auftraggeber fand Hieronymus Bosch sowohl bei den Aristokraten als auch den Geistlichen. Durch seine Mitgliedschaft in der „Bruderschaft Unserer Lieben Frau“ pflegte er die allerbesten Kontakte in die höchsten Kreise.   

Typisch Renaissance!

Die Renaissancemalerei zeigt ein neues Menschenbild: Der Mensch sieht sich jetzt als Individuum und der Maler versteht sich als schaffender Künstler und nicht mehr als Handwerker. Das Ideal ist der allseits gebildete Mensch. Ein Paradebeispiel dafür ist Leonardo da Vinci (1452 - 1519), der mit seinem überragenden und breitgefächerten Wissen und Fähigkeiten als Genie gilt.   

Die Maler und Künstler jener Zeit treiben die Darstellung von Menschen und Räumen voran. Die bildende Kunst wird gleichgesetzt mit der Wissenschaft, wodurch sie eine gemeinsame Basis mit der Mathematik erhält. Aus dieser Erkenntnis heraus werden die Gesetze der Zentralperspektive erarbeitet und die Proportionslehre entwickelt. 

Die häufig verwendete Anordnung der Figuren in einem Dreieck führt zu einer harmonischen Bildkomposition und die Figuren auf den Bildern bekommen ein plastischeres Volumen. Leonardos Maltechnik Sfumato nimmt den Umrissen der Figuren die festen Linien und schafft „rauchige“ Übergänge. Dadurch wird das Gemälde weicher und plastischer. Der gezeigte naturnahe Realismus entwickelt sich im Laufe der Renaissance zu einer idealen Erscheinungswelt. Die von Raffael (1483 - 1520) entwickelte und verwendete Farbperspektive, d.h. Farben werden mit zunehmender Entfernung unbestimmter, verleiht dem Gemälde eine neue malerische Atmosphäre. Die niederländische Entdeckung der Luftperspektive, d.h. Farben werden mit zunehmender Entfernung blauer, dient ebenso der Tiefenwirkung des Bildes.   

Was im 15. Jahrhundert mit der Frührenaissance in Italien begann setzt sich dann auch im übrigen Europa fort.

Daniele Ludewig

 

 

Finden Sie Ihr Kino: 

http://exhibitiononscreen.com/de-de/find-a-screening?cmbCountry=GERMANY#

Über Belle Sophie

Auf Belle Sophie geht es um Ästhetik.
Sie umgibt uns und begegnet uns jeden Tag in verschiedenster Form. Nicht immer ist das Empfinden für Ästhetik dasselbe. Meinungen gibt es unzählige. Auf Belle Sophie wird eine dieser Meinungen vermittelt.

Aus Liebe zum "ß", weil es einfacher schöner aussieht, taucht es in den Texten ab Oktober 2018 wieder auf. 


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