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09. Dezember 2018

Frauen in der Führung

Die Zwickmühle auf dem Weg nach oben

 

Eine Frau sollte sich nicht dafür rechtfertigen müssen, wenn sie nach „oben“ will.

  

Wenn ein Mann in einer Managerposition sitzt, viel Verantwortung hat und mit großen Geldsummen hantiert, dann ist das nichts Besonderes. Es ist etwas, daß man als „normal“ betrachtet. Eine Frau in derselben Position ist immer noch etwas Außergewöhnliches und bekommt in der Regel besondere Anerkennung dafür. Anerkennung ist ja was Schönes, aber in diesem Fall wäre es wohl der weiblichen Bevölkerung lieber – vor allem den Frauen in genau jenen gehobenen Positionen –, wenn das auch als „normal“ gelten würde.

Es gibt so viele schöne Wörter wie Gleichberechtigung, Gleichstellung, Liberalität oder Parität, die letztlich immer noch nur ein Ziel ausdrücken, aber noch nicht die tatsächliche Norm. Denn die Realität ist, daß die Anzahl weiblicher Führungskräfte immer noch sehr gering ist, und auch die Bezahlung von Frauen gegenüber Männern mit gleicher Qualifikation oder in gleicher Stellung immer noch um 20 % schlechter ist. Noch heute werden Frauen benachteiligt bei der Jobvergabe, dem Gehalt und dem Respekt für ihre Leistungen. Während Männer ausschließlich Anerkennung für ihre Karriere bekommen, muß sich eine Frau dafür immer noch rechtfertigen und viel härter darum kämpfen.

Zudem kommt sie, egal welche Entscheidung sie trifft, in die gesellschaftliche Zwickmühle. Will sie Karriere machen, bekommt sie die Frage gestellt, ob sie denn genug Zeit habe für die Familie, sprich die Kinder. Hat sie keine Familie und will vielleicht auch keine, dann kann eigentlich etwas mit ihr nicht stimmen. Vor allem mit der Aussage „ich will keine Kinder haben“ ernten Frauen häufig Mißgunst und vom Gegenüber Sätze wie: „Kinder sind doch das Schönste auf der Welt“ und „wichtig für unsere Gesellschaft“. Kinder zu haben scheint heutzutage als heroische Tat zu gelten.

In einer Runde von solchen Helden, die ihre Kinder offenbar als Trophäen ihrer Existenz betrachten, sah ich mich als Singlefrau ohne Kinderwunsch vor vielen Jahren einer Unterhaltung ausgesetzt, die einem Inquisitionsgericht ähnelte. Ich mußte meine Meinung vehement verteidigen. Mit meinen gerade mal 30 Jahren, hatte ich damals andere Ziele. Ich wollte arbeiten gehen, mich ausprobieren und unabhängig sein. Zudem gab es damals gerade keinen Mann, mit dem ich eine Familie hätte gründen wollen. Alles Argumente, die bei der Pro-Kind-Inquisition keine Begeisterungsstürme auslösten – was mir aber gelinde gesagt damals wie heute ziemlich schnuppe ist.

Aber im Gegensatz zu diesen selbsternannten Helden der Gesellschaft plädiere ich für ein Verständnis für andere Lebensziele, auch wenn diese nicht die eigenen sind. Jeder muß doch für sich selbst entscheiden, womit er glücklich wird – das ist wahre Freiheit und Selbstbestimmung!

 

Die moderne Frau: selbstbewußt, zielstrebig, unabhängig.

 

Die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen in den Gehaltsklassen und Positionen ist das eine. Das andere sind die Probleme, die Frauen haben, sollten sie sich für Karriere und Familie entscheiden. Sie müssen nicht nur die Doppelbelastung von Haushalt und Beruf unter einen Hut bringen, sondern sind eben auch immer noch den Anforderungen an ein klassisches Rollenbild ausgesetzt. Sie müssen sich rechtfertigen für den Zeitaufwand, den sie für ihren Beruf aufbringen und der dann vielleicht bei der Kinderbetreuung fehlt. Sie müssen sich mit Männern auseinandersetzen, die von Frauen keine Anweisungen entgegennehmen wollen. Sie müssen einen immerwährenden Kampf gegen Klischees und gesellschaftliche Hindernisse kämpfen. Und die daraus entstehenden Zwickmühlen lauern überall.

 

Allein unter Männern

Die 17-jährige Rennfahrerin Sophia Flörsch (die leider letztens einen schweren Unfall hatte) auf die Frage, was sie denn von der geplanten, rein weiblichen Formel-1 halten würde, sie fände es cooler, gegen die Jungs anzutreten und diese abzuhängen. In den 1980er Jahren war meine Mutter mit Mitte 30, und als Alleinerziehende von zwei Kindern, in der Führungskräftesitzung des Verlages die einzige Frau unter 17 Männern. Auch sie fand es schlichtweg „gut“ und war stolz darauf. 

Es gibt einer Frau bis heute etwas Besonderes und Herausragendes, wenn sie sich gegen Männer durchsetzen kann oder wenn sie die einzige ist, die es in die erlauchte Männerrunde geschafft hat. Manche Frauen betrachten diese Nichtgleichstellung eher als Herausforderung, anstatt als Hindernis. Es spornt sie an, und treibt sie zu Höchstleistungen.

Insofern kann die gesetzliche Frauenquote ein Problem darstellen: Wenn man in eine Position kommt, weil der Prozentsatz Mann-Frau-Anteil sonst nicht stimmt, ist das keine Anerkennung wert. Bekommt eine Frau aber eine Arbeitsstelle oder eine höhere Position nicht, weil ein Mann einfach nur bevorzugt wird, weil er ein Mann ist, ist das genauso schlecht. Frauen in Führungspositionen sehen sich heute teilweise dem Vorwurf ausgesetzt, daß sie die Position nur wegen der Frauenquote bekommen haben.  

 

In der Führungsebene ist Frau meistens in der Minderzahl.

 

 

Die lieben Kollegen

Es gibt drei Varianten von Kollegen in einer Betriebshierarchie. Die Untergebenen, die auf Augenhöhe und die Vorgesetzten.

Die untergebenen Männer, egal ob älter oder jünger, haben eventuell Probleme damit die Anweisungen von einer Frau entgegenzunehmen. In meinem Berufsleben mache ich zudem die Erfahrung, daß einige Herren über das Flirten versuchen, meine Autorität zu untergraben und sich über mich zu erheben. Hat man das allerdings einmal durchschaut, erkennt man den Wolf im Schafspelz ab da immer sofort. Jüngere Frauen hingegen sind eher bereit die Hierarchie zu akzeptieren und sind mitunter dankbar, wenn man ihnen Tipps gibt oder sie sich was abgucken können. 

Bei gleichgestellten Kollegen ist es manchmal wie bei der Raubtierfütterung. Jeder guckt, ob er gegen die anderen herausstechen kann im Kampf um das Lob vom Chef oder einer Beförderung. Frauen können da ziemlich stutenbissig werden, während die Männer auch hier die scheinheilige Flirttaktik anwenden. Die vermeintliche Gegnerin soll in Sicherheit gewogen werden, indem an ihre Eitelkeit appelliert wird. Perfider Weise funktioniert das häufig immer noch.

Bei Vorgesetzten könnte eine Frau vielleicht ein Problem damit haben, daß eine andere Frau genauso hervorragend ist wie sie und ihr die „Besonderheit“ nimmt, indem sie auch aufsteigt. Unterdes wollen manche männliche Vorgesetzte einfach nicht, daß eine Frau in der Firma aufsteigt, weil das ihre Rollenverteilung durcheinander bringt und behindern sogar ihre Karriere. Schlimm wird es auch, wenn sexuelle Anziehung ins Spiel kommt. Ein zurückgewiesener Mann kann ebenso bissig werden wie eine verschmähte Frau.

 

 

Nützliche Konstellationen

Als Frau kann es von Vorteil sein, wenn man einen männlichen Chef hat, der kein Problem mit aufstrebender, weiblicher Kompetenz hat. Einer, der seinen angeborenen Beschützerinstinkt auslebt – den viele Männer heutzutage vermissen lassen –, indem er wie mit einer Machete vorausgeht und die männlichen Kollegen mit ihren Minderwertigkeitsgefühlen in Schach hält. Unter den Kollegen macht man sich als Frau mit so einem Mentor allerdings häufig unbeliebt. Das muß sie dann aushalten können. (Von allen Leuten gemocht zu werden, wird eh überbewertet.)

Ebenso vorteilhaft ist es eine Frau als Vorgesetzte oder Chefin zu haben, die es wichtig findet, junge, aufstrebende Frauen zu unterstützen. Mehr von solcher Solidarität unter Frauen würde wahrscheinlich so manches Problem lösen, und einigen berufstätigen Frauen das Leben einfacher machen.

 

Frauen sollten mehr Frauen fördern. Die Männer haben ja auch ihre Seilschaften.

 

 

Beruf & Familie

Organisatorisch ist das lösbar, Kinder zu haben und arbeiten zu gehen, aber emotional ist es schwierig. Die Gesellschaft nimmt Frauen bei der Kinderbetreuung immer noch mehr in die moralische Pflicht als die Männer. Es sind immer noch die Frauen, die sich rechtfertigen müssen, wenn sie viel arbeiten und wenig Zeit für die Kinder haben, und wenn ihnen ihre Karriere wichtig ist. Bei Männern reicht das Argument aus, daß sie einen anstrengenden Job haben und deswegen abends nur kurz mit den Kindern spielen können, bevor die Kleinen ins Bett gehen. Bei Frauen langt das nicht!

Jede Frau, die diese Situation kennt, wird zustimmen, daß das eigene schlechte Gewissen schon ausreicht. Die Zerrissenheit, ob sie genug für ihre Kinder da ist, spürt eine Mutter von ganz alleine. Da braucht sie nicht noch die kritischen Bemerkungen und Vorhaltungen anderer.

 

 

Wohin mit dem Kind?

Es wäre für Frauen nur halb so anstrengend, Kind & Karriere unter einen Hut zu bekommen, wenn die Kinderbetreuung in diesem reichen Land besser wäre. Wenn die Industrie und die Politik die Frauen gleichberechtigt arbeiten gehen lassen wollen, müssen sie auch für gute Randbedingungen sorgen.

Viele Frauen können nur Arbeiten gehen, und zwar egal ob Voll- oder Teilzeit, weil sie Organisationstalent und ein gutes Netzwerk aus Großeltern, Nachbarn oder Freundinnen haben. Denn egal ob Kassiererin oder Managerin, wenn das Kind morgens Fieber hat und nicht in die Kita oder zur Schule gehen kann, oder man mal länger arbeiten muß und das Kind nicht rechtzeitig abholen kann, dann ist das ein echtes Problem. Da braucht man Menschen um sich herum, die spontan einspringen können.

Eine zeitlich flexible und qualitativ gute Unterbringung für Kinder ist das A und O, wenn Frauen gleichberechtig auf dem Arbeitsmarkt bestehen sollen. Auch könnte es mehr interne Angebote von Firmen für Kinderbetreuung geben.

 

Multitasking par excellence: Telefonieren, auf dem Laptop schreiben und Kinderwagen sanft hin und her schieben, damit der Kleine weiß, Mama ist da.

 

 

Müll rausbringen langt nicht

Was ist das eigentlich für ein Mann, den eine erfolgreiche, zielstrebige Frau als Partner hat? Mit Sicherheit keinen, für den das Rausbringen des Mülls als ausreichender Beitrag zur Haushaltserledigung zählt. Wohl eher ein Mann, der auf Augenhöhe agiert und sowohl die eigene als auch die Arbeit der Frau wertschätzt. Ein ausgeglichener, selbstbewußter Mann, der nicht den Status des alleinigen Ernährers beanspruchen will und sich ebenso gleichberechtigt und selbstverständlich am Haushalt beteiligt.

 

Ist die Gesellschaft bereit ...

... für Frauen, die ausschließlich Karriere machen wollen und sich gegen Kinder und Familie entscheiden? Oder für Männer, die zu Hause bleiben wollen und die Rolle des Hausmannes übernehmen?

Um zu klären, wozu die Gesellschaft bereit zu sein hat – da das wohl immer noch nicht ganz klar war –, wurde der Artikel 1 der Hessischen Verfassung erweitert.

 

Bisher nur:

(1) „Alle Menschen sind vor dem Gesetze gleich, ohne Unterschied des Geschlechts, der Rasse, der Herkunft, der religiösen und der politischen Überzeugung.“

Neuer Zusatz:

(2) „Frauen und Männer sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“

 

 

Offensichtlich war es nötig, nochmal extra zu betonen, daß Männer und Frauen gleich sind und nicht einfach nur „alle Menschen“. Ich bin sehr gespannt auf die tatsächliche Umsetzung.

  

Helena von Rehberg

Schon lange nicht mehr so gelacht!

Ich war immer ein Fan von Harald Schmidt, ich liebe intelligenten Humor gepaart mit Wortwitz, und wenn gesellschaftliche Typisierungen pointiert widergespiegelt werden. All das hat dieser Film. An einer Stelle gab es sogar Applaus im Kino, weil eine der Filmfiguren mit ihrem Gefühlsausbruch wohl den Nerv einiger Anwesend getroffen hatte. 

Die Deutschen können gute Komödien machen, die über Proletenkino wie "Fack ju Göhte" hinausgehen. Die Zielgruppe dürften Leute sein, die "Gott des Gemetzels" und "Frau Müller muß weg" mochten. Man muß allerdings ein paar Vorkenntnisse über deutsche Geschichte, aktuelle Politik und Gesellschaftsphänomene mitbringen, sonst kann man die Grandiosität der Dialoge nicht erkennen und ist raus. Der Film ist was für gebildete Leute, eigentlich genau dieser gebildete Mittelstand, der in "Der Vorname" auf die Schippe genommen wird. Wer nicht über sich selber lachen kann, ist deshalb auch raus. 

Ich kann diesen Kinofilm nur wärmstens empfehlen und wünsche viel Spaß! 

Daniele Ludewig
Bild: copyright Constantin Film

INSPIRATION & MOTIVATION


In der Art wie wir leben, wie wir wohnen, und wie wir uns kleiden, aber auch im Umgang mit anderen Menschen wird unsere subjektive Wahrnehmung beansprucht oder auch beeinflußt. Positiv wie negativ. Das Wort Ästhetik drückt dieses subjektive Empfinden über Schönheit und Harmonie am besten aus und führt zur Auseinandersetzung damit.

Ist nur Symmetrie harmonisch?
Oder entsteht Harmonie auch durch Vielfalt?
Und ist Vielfalt immer schön?
Jeder entscheidet das für sich selbst.

Belle Sophie möchte Gedanken zu diesem vielseitigen Thema, das sich durch alle Lebensbereiche zieht, mit anderen teilen, und keine absolute Meinung vermitteln. Hier soll zum Nachdenken und zur Auseinandersetzung, und manchmal zum Schmunzeln, angeregt werden. Bestenfalls ist sie ein Wegweiser für eine Gesellschaft, die vielleicht ein bisschen vergessen hat, auf sich selbst und den Umgang mit anderen Menschen zu achten!

Über Belle Sophie

Auf Belle Sophie geht es um Ästhetik.
Sie umgibt uns und begegnet uns jeden Tag in verschiedenster Form. Nicht immer ist das Empfinden für Ästhetik dasselbe. Meinungen gibt es unzählige. Auf Belle Sophie wird eine dieser Meinungen vermittelt.

Aus Liebe zum "ß", weil es einfacher schöner aussieht, taucht es in den Texten ab Oktober 2018 wieder auf. 


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