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04. Februar 2019

Königinnen im Kino

Königin, Herrscherin und Frau – an der Spitze ist man immer allein! 

Dieses Jahr zeigt uns die Filmbranche gleich mehrere Historiendramen. Die Königinnen Europas sind Thema im Kinojahr 2019. Aktuell im Kino laufen „The Favourite“ und „Maria Stuart“, die die Geschichte auf der angelsächsischen Insel zeigen. Im März dürfen wir uns dann auf „Ein königlicher Tausch“ freuen, der uns nach Spanien und Frankreich mitnimmt.

 

Bildquelle: Deutsche Film- und Medienbewertung / © FOX Deutschland

 

Manipulation und Augenwischerei

Am englischen Königshof im frühen 18. Jahrhundert lebt und regiert Königin Anne, die letzte aus dem Hause Stuart. Mit ihr im Kensington Palast lebt die dekadente Hofgesellschaft, die selbstverliebt und intrigant ist und sich die Zeit mit Entenrennen und Freßorgien vertreibt. Da die Königin sowohl körperlich als auch seelisch schwach ist, übernimmt ihre Vertraute Sarah Churchill (ja, Sie sehen richtig, eine Vorfahrin von Winston Churchill), Herzogin von Marlborough im Grunde die Regierungsangelegenheiten. Sie beeinflußt die Königin und leitet sie an bei Entscheidungen und Reden vor dem Parlament.

Diese innige Verbindung, die auch sexueller Natur ist, wird von der Cousine Sarahs – Abigail Masham – gestört. Neu am Hof und auf die Gunst ihrer Cousine angewiesen, geht Abigail nach einiger Zeit ihren eigenen Interessen nach. Durch geschicktes Taktieren erlangt sie die Zuneigung der Königin und kann ihre Position bei Hofe stetig verbessern.

Der Film zeigt eine fragile Königin Anne, die auf Grund ihrer Krankheit und vieler Fehlgeburten seelisch angeschlagen ist. Aber anstatt wenigsten enge weibliche Vertraute zu haben, die tatsächlich vertrauenswürdig wären, rivalisieren die Damen um sie herum – die Männer tun es ja sowieso – und verfolgen ihre eigenen Intensionen. Die Einsamkeit Annes, die schon allein durch ihre überhöhte Stellung als Herrscherin natürlicher Weise entsteht, ist in jedem Gefühlsausbruch und Trotzanfall spürbar. Zurecht ist die Darstellerin Olivia Colman für den Oscar nominiert.

Ein großartiger Film, der ohne viel Blabla die Dekadenz des Adels, politische Umstände sowie die Machtkämpfe zeigt, die Frauen ebenso beherrschen wie die Männer. 

Daniele Ludewig

 

Bildquelle: Deutsche Film- und Medienbewertung / © Universal Pictures Germany

 

Kampf um den Thron

Es ist die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts, ein Schiff legt vor der Küste Schottlands an und bringt die rechtmäßige Thronfolgerin in ihr Heimatland zurück. Als Kind zu ihrem Schutz nach Frankreich verbracht, erhebt die 18-jährige Maria Stuart nun Anspruch auf die Krone, die ihr von Geburtswegen zusteht. Aber weder ihr Bruder, der bis dato vertretungsweise auf dem Thron saß, noch die Männer des Klerus wollen eine Frau als Herrscherin akzeptieren. Und so sieht sich die junge Königin Intrigen und Verrat von den sie umgebenden Männern ausgesetzt, gegen die sie sich behaupten muß.

Der Kampf um den Thron Schottlands ist auch ein Kampf um die Vorherrschaft der Religionen. Sowohl in Schottland als auch in England befinden sich die Katholiken und die Protestanten im Clinch um die alleinige Glaubensrichtung. Somit stellt die Katholikin Maria Stuart nicht nur eine Gefahr dar für den protestantischen Glauben im eigenen Land, sondern auch für die protestantische Königin im Nachbarland England – Elisabeth I. Auf Grund ihres Stammbaums hätte Maria Stuart ebenfalls Anspruch auf den englischen Thron, wenn dort die Katholiken sich durchsetzen würden. (Ziemlich verworren, aber genau das macht es so spannend!) 

Ein Machtkampf zwischen den Königinnen und den sie beratenden Männern entbrennt. Sie versuchen, die beiden Frauen zu beeinflussen, immer auch mit dem Hintergedanken, eine Frau sei eigentlich kein angemessener Herrscher und solle ihrer Pflicht durch eine Heirat und Kinderkriegen nachkommen, anstatt selbst regieren zu wollen.

Es ist dem Film anzumerken, dass er von einer Regisseurin umgesetzt wurde, die sich stark der weiblichen Sichtweise und Gefühlswelt der beiden Königinnen widmet. Mir persönlich hat das sehr gut gefallen, da viel intensiver auf die Zerrissenheit und die herausragende Stärke einer Frau in solch einer Machtposition eingegangen wird. Vor allem die sich immer wiederholende Bevormundung durch die Männer und die verbale Erniedrigung, man sei nur eine Frau und per se nicht geeignet ein Land zu regieren, nerven die Königinnen ebenso wie die Zuschauerinnen.

Bedauerlicher Weise verliert der Film den Anspruch glaubwürdig zu sein, da die Regisseurin sich entschieden hat, schwarze Schauspieler die Rollen von historisch belegt weißen Männern spielen zu lassen. Es hat im Kronrat der Königin Elisabeth I. keine Farbigen gegeben, ebenso wenig wie im nahen Umfeld Maria Stuarts. Das ist Fakt, wird aber ignoriert und nennt sich „farbenblinde Besetzung“. Aber damit nicht genug, befinden sich unter den Hofdamen eine Chinesin und eine arabisch aussehende Frau. Alles historisch überlieferte Personen von denen es Portraits gibt, die eindeutig belegen, dass diese weiß waren.

Diese Multikulti-Besetzung ist irritierend und geschichtsverfälschend. Man kann Herkunft nun mal nicht „wegwischen“, vor allem wenn sie so offenkundig ist wie die Hautfarbe eines Menschen. Wenn dann im Film noch Genderthemen bearbeitet werden, die ebenso unglaubwürdig für jene Zeit zu selbstverständlich dargestellt werden, steigt der gebildete Geschichtswissende geistig aus.

Es hätte ein toller Film mit einer neuen feministischen Sichtweise sein können, der mit einer kühlen Bildsprache und emotionaleren Erzählweise beeindruckt. Leider hat es die Regisseurin vorgezogen ihre politische Meinung zum Multikulti einzubringen, anstatt der Geschichte treu zu bleiben. Bei einem Historiendrama die falsche Entscheidung!  

Helena von Rehberg

  

Im März folgt

„Ein königlicher Tausch“

 

Tizian zu Gast in Frankfurt

Kraftvolle Erotik, machtvolle Stimmungen, ausdrucksstarke Gemälde – mit diesen Worten werden Tizians Werke beschrieben. Während der glanzvollsten Ära Venedigs prägte er wesentlich das Kunstgeschehen in der Lagunenstadt. Die Renaissance ist die Epoche der Entdeckung der Welt und des Menschen. Es entstand ein neues Menschenbild, welches in der Portraitmalerei der Künstler zum Ausdruck kommt. Der Mensch begreift sich als Individuum. Der Maler will nicht mehr nur Handwerker sein, sondern versteht sich als Künstler, der sein Verständnis der Welt und des Menschen in seine Bilder einfließen läßt.

In dieser Epoche wird Tizian zu einer der bedeutendsten Maler der venezianischen Kunst. Die Motive seiner Gemälde reichen von erotischer Mythologie über religiöse Werke bis hin zu großartigen Portraits. Als er mit 90 Jahren stirb ist er ein reicher Mann und der berühmteste Maler Europas, dessen künstlerisches Wirken bis weit über die Renaissance hinausging. Ein Ausschnitt seines Schaffens ist derzeit im Städel Museum in Frankfurt zu sehen. Ich finde es gibt Bilder, die muß man einmal in echt gesehen haben und nicht im Internet!  (Bild: „Venus von Urbino“, 1538, Tizian, Museum Uffizien, Florenz / © gemeinfrei)

Daniele Ludewig

INSPIRATION & MOTIVATION


In der Art wie wir leben, wie wir wohnen, und wie wir uns kleiden, aber auch im Umgang mit anderen Menschen wird unsere subjektive Wahrnehmung beansprucht oder auch beeinflußt. Positiv wie negativ. Das Wort Ästhetik drückt dieses subjektive Empfinden über Schönheit und Harmonie am besten aus und führt zur Auseinandersetzung damit.

Ist nur Symmetrie harmonisch?
Oder entsteht Harmonie auch durch Vielfalt?
Und ist Vielfalt immer schön?
Jeder entscheidet das für sich selbst.

Belle Sophie möchte Gedanken zu diesem vielseitigen Thema, das sich durch alle Lebensbereiche zieht, mit anderen teilen, und keine absolute Meinung vermitteln. Hier soll zum Nachdenken und zur Auseinandersetzung, und manchmal zum Schmunzeln, angeregt werden. Bestenfalls ist sie ein Wegweiser für eine Gesellschaft, die vielleicht ein bisschen vergessen hat, auf sich selbst und den Umgang mit anderen Menschen zu achten!

Über Belle Sophie

Auf Belle Sophie geht es um Ästhetik.
Sie umgibt uns und begegnet uns jeden Tag in verschiedenster Form. Nicht immer ist das Empfinden für Ästhetik dasselbe. Meinungen gibt es unzählige. Auf Belle Sophie wird eine dieser Meinungen vermittelt.

Aus Liebe zum "ß", weil es einfacher schöner aussieht, taucht es in den Texten ab Oktober 2018 wieder auf. 


Kontakt

Daniele Ludewig
Helena von Rehberg
contact@bellesophie.com
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